SARS-CoV-2 Übertragung bei Kontaktsportarten
Über Pathogenese, Therapien und Übertragungswege im Alltag ist nun mittlerweile knapp ein Jahr nach Beginn der SARS-CoV-2 Pandemie einiges bekannt. Wenig weiß man jedoch vergleichsweise über das Infektionsgeschehen im Sport, im Spezielleren bei Kontaktsportarten. Im Profisport hat man sich Größtenteils auf eine Hygienekonzept mit sozialer Absonderung und regelmäßigen Screeningtests beholfen. Zum Teil wurden Veranstaltungen aufgrund…
Grundlegende Größen der Leistungsphysiologie
Herzzeitvolumen (HZV) Gesamter Blutfluss durch Körper in einem Zeitraum (meist l/min) In Ruhe ca. 5 l/min Spezifische Organdurchblutung Durchblutung eines Organs relativ zur Masse Einheit ml/Kg/min Höchste spez. Organdurchblutung: Nierenrinde 5000ml/kg/ min) Niedrige spez. Organdurchblutung: Skelettmuskel in Ruhe ca. 30ml/kg/, Fettgewebe ca. 80ml/kg/min Spezifischer Sauerstoffverbrauch Korreliert grundsächlich mit der Durchblutung Maß für die oxidative Aktivität…
Grundlagen der Spiroergometrie
Um die individuelle Leistungsfähigkeit zu erfassen eignet sich besonders die Durchführung einer Spiroergometrie. Hierbei wird eine Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung) vor, während und nach einer Belastung durchgeführt. In den meisten Fällen geschieht dies auf einem Fahrradergometer, ist aber auch auf einem Laufband möglich. So können die Auswirkungen der Belastungen auf Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel analysiert werden.…
Energiebereitstellung
Energiebereitstellung beschreibt die Mobilisierung, den Transport sowie den Abbau energiereicher Substrate unter der Gewinnung von Adenosintriphosphat (ATP). Verschiedene Nahrungsbestandteile die mit der Nahrung aufgenommen werden, können im Rahmen des Stoffwechsels schrittweise in energieärmere Formen umgewandelt werden. Dabei wird Energie frei, welche der Körper zur Bildung von ATP nutzt. Adenosontriphosphat ist der universale Energieträger welche von…
Anpassung der Atemorgane auf körperliche Belastungen
Nicht nur am Herzen und der Skelettmuskulatur, sondern auch an den Atemorganen kommt es im Rahmen von körperlichem Training zu gewissen Anpassungsreaktionen. Das diagnostische Mittel der Wahl ist hierfür die Spiroergometrie. Sie stellt ein Verfahren dar, mit dem qualitativ sowie auch quantitativ die Reaktionen und das Zusammenspiel von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel während einer…
Dreiphasigkeit der Energiebereitstellung
In der Leistungsdiagnostik werden üblicherweise submaximale und maximale Kennwerte der Leistungsfähigkeit über ergometrische Stufentests ermittelt. Historisch gesehen gabt es mehrere Konzepte die versuchten mit fixen Kenngrößen die Übergänge zwischen den unterschiedlichen metabolischen Phasen unter Belastung zu beschreiben. Keine dieser Fixkonzepte haben sich jedoch bewährt. Man geht aktuell davon aus, dass der Energiestoffwechsel und die daraus…
Anpassung des Herzkreislaufsystems auf körperliche Belastungen
Durch körperliches Training kommt es in unserem Körper zu einer physiologischen Anpassung. Diese Trainingsadaption führt in weiterer Folge zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit. Studien zeigten, dass vor allem Ausdauertraining und chronisch dynamische Belastungsformen die deutlichsten Trainingswirkungen auf unser Herzkreislaufsystem haben. Andere Trainingsformen wie Krafttraining bzw. statisches Training sowie Schnelligkeitstraining scheinen hier wesentlich weniger Effekt zu zeigen.…
Sport und Immunsystem
Je nach Intensität und Dauer einer körperlichen Belastung kommt es zu einer gewissen hormonellen Regulation. In Hinsicht auf unser Immunsystem sind hier vor allem die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol am wichtigsten. Sie tragen wesentlich zur belastungsinduzierten immunologischen Akutreaktion bei. Hohe Stresshormonmengen spielen eine wesentliche Rolle bei der Unterdrückung von Immunfunktionen nach intensiven körperlichen…
Muskelkontraktion
Unsere Skelettmuskeln werden durch motorische Nervenfasern aus dem Rückenmark oder von den Hirnnerven angesteuert. Ein über die Nervenbahnen weitergeleitete Aktionspotential wird an der sogenannten motorischen Endplatte – einer chemischen Synapse – auf den Muskel übertragen (siehe Kapitel Nervensystem). Die anschließende Übertragung dieses elektrischen Signals in eine mechanische Kontraktion wird als „elektromechanische Kopplung“ bezeichnet. Die Besonderheit…
Vegetatives Nervensystem
Das vegetative Nervensystem wird auch autonomes Nervensystem genannt. Es ist in der Lage unseren Körper ohne bewusste Steuerung vom Gehirn unterschiedlichen Lebenslagen anzupassen. Dabei übernimmt es einen Großteil unserer lebensnotwendigen Körperfunktionen wie Kreislauf, Atmung, Verdauung usw. Man unterscheidet einen sympathischen Anteil (Sympathikus) und einen parasympathischen Anteil (Parasympathikus) die meist antagonistisch agieren und sich in ihrer…
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