Grundlegende Größen der Leistungsphysiologie

Herzzeitvolumen (HZV)

  • Gesamter Blutfluss durch Körper in einem Zeitraum (meist l/min)
  • In Ruhe ca. 5 l/min

Spezifische Organdurchblutung

  • Durchblutung eines Organs relativ zur Masse
  • Einheit ml/Kg/min
  • Höchste spez. Organdurchblutung: Nierenrinde 5000ml/kg/ min)
  • Niedrige spez. Organdurchblutung: Skelettmuskel in Ruhe ca. 30ml/kg/, Fettgewebe ca. 80ml/kg/min

Spezifischer Sauerstoffverbrauch

  • Korreliert grundsächlich mit der Durchblutung
  • Maß für die oxidative Aktivität des Gewebes
  • Differenz zwischen arteriellem und gemischtvenösem O2-Gehalt
  • Steigt durch Belastung

Sauerstoffausschöpfung

  • Anteil des O2 der dem Blut während der Perfusion entzogen wird (in %)
  • In Ruhe in den meisten Organen um 25%
  • Ausnahme: Herz auch in Ruhe ca. 50-70%
  • Unter Belastung bis 80% und mehr
  • Ermöglicht Rückschlüsse auf Verhältnis zw. Sauerstoffangebot und –verbrauch

Respiratorischer Quotient (RQ)

  • Verhältnis zw. CO2-Abgabe und O2-Aufnahme
  • RQ=VCO2/VO2
  • Gibt Aufschluss über die Stoffwechsellage
  • Bei der anaeroben Glykolyse wird gleich viel O2 verbraucht wie CO2 generiert (RQ=1)
  • Bei Fettsäureoxidation RQ=ca. 0,7

Maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max)

  • Beschreibt die max. O2-Verwertung des Körpers (ml O2/min)
  • Aussagekräftiger: VO2 in Relation zur Körpermasse (ml O2/min)/kg
  • Die VO2max repräsentiert die Prozesse, die an der Verwertung von Sauerstoff im Körper beteiligt sind:
    • Zufuhr des Sauerstoffs aus der Luft
    • Transport des Sauerstoffs im Blut
    • Nutzung des Sauerstoffs in den Zellen der Arbeitsmuskulatur
    • Nutzung des Sauerstoffs in den Zellen der übrigen Skelettmuskulatur, des Herzmuskels, der glatten Muskulatur, der Nervenzellen und Zellen aller Organe, die Sauerstoff benötigen und tatsächlich verwerten
Herzfunktion
  • HerzfrequenzAnzahl der Kontraktionen des Herzens pro Zeiteinheit
  • Schlagvolumen: Blutvolumen, das pro Kontraktion vom (linken o. rechten) Ventrikel ausgeworfen wird
  • Ejektionsfraktion (EF): Der Anteil des enddiastolischen Volumens, der aus dem Ventrikel ausgeworfen wird; sollte beim Gesunden mindestens 55% betragen
  • Herzzeitvolumen (HZV): Volumen, das pro Zeiteinheit vom Ventrikel ausgeworfen wird → Ergibt sich aus Schlagvolumen und Herzfrequenz

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