Anpassung der Atemorgane auf körperliche Belastungen

Nicht nur am Herzen und der Skelettmuskulatur, sondern auch an den Atemorganen kommt es im Rahmen von körperlichem Training zu gewissen Anpassungsreaktionen. Das diagnostische Mittel der Wahl ist hierfür die Spiroergometrie. Sie stellt ein Verfahren dar, mit dem qualitativ sowie auch quantitativ die Reaktionen und das Zusammenspiel von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel während einer (ansteigenden) Belastung analysiert werden.

In Bezug auf die Lunge kann man unter u.a. zwischen statischen und dynamischen Lungenparametern unterscheiden (siehe Kapitel Atemmechanik). Interessant ist, dass es zwischen Trainierten und Untrainierten hierbei kaum Unterschiede gibt. Somit stellt eine „normale“ Vitalkapazität keine leistungslimitierende Größe dar.

Obwohl Ausdauertraining bei Erwachsenen scheinbar kaum Auswirkungen auf maximale Lungenfunktionsgrößen hat, kommt es jedoch vor allem bei der inspiratorischen Atemmuskulatur zu einer Steigerung der ventilatorischen Ausdauer und somit zu einer geringeren Ermüdung dieser. Einige Studien konnten zeigen, dass durch gezieltes Atemtraining auch die submaximale körperliche Ausdauerleistungsfähigkeit (Belastungszeit an submaximaler Belastung) gesteigert werden kann. Keine wesentliche Veränderung zeigte sich jedoch in der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2max).(Markov et al. 2001; Romer et al. 2002; Stuessi et al. 2001).

Quellen

Wonisch, M., Hofmann, P., Förster, H., Hörtnagl, H., Ledl-Kurkowski, E., & Pokan, R. (2017). Kompendium der Sportmedizin – Physiologie, Innere Medizin und Pädiatrie. In Journal of Chemical Information and Modeling (Vol. 53, Issue 9)

Markov G, Spengler CM, Knöpfli-Lenzin C, Stuessi C, Boutellier U (2001) Respiratory muscle training increases cycling endurance without affecting cardiovascular response to exercise. Eur J Appl Physiol 85: 233–239

Romer LM, McConell AK, Jones DA (2002) Inspiratory muscle fatigue in trained cyclists: effects of inspiratory muscle training. Med Sci Sports Exerc 34: 785–792

Stuessi C, Spengler CM, Knöpfli-Lenzin C, Markov G, Boutellier U (2001) Respiratory muscle endurance training in humans increases cycling endurance without affecting blood gas concentration. Eur J Appl Physiol 84: 582–586

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